Gedanken zum vergangenen Jahr 2011
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 24. Januar 2012 um 08:48 Uhr Geschrieben von: Margit Greiner Mittwoch, 18. Januar 2012 um 22:41 Uhr
Die Zeit ist eine mächtige Meisterin.
Sie bringt vieles in Ordnung.
Rückblickend könnte man denken, das Jahr 2011 hat sich noch schneller verabschiedet, als das Vorherige. Es war wieder von allem was dabei: Gutes und weniger Gutes, Trauriges aber auch viel zum Lachen, neue Erkenntnisse und viel Arbeit.
Unsere Selbsthilfegruppe hat Ende des Jahres wieder einen selbst entworfenen Flyer in Druck gegeben. Unter Mithilfe von Herrn Stempel, dem wir hier ein Danke sagen möchten, haben wir aufgezeigt, was uns wichtig ist. Dem Flyer liegt unser Motto zugrunde: "Rheuma zwickt und zwackt? Sich bewegen hilft dagegen!" Wir möchten damit Betroffenen zeigen das es Wege gibt, selbst etwas gegen den Verschleiß und die Deformierung der Gelenke zu tun. Sicher, es gibt sehr viele Medikamente, die lindernd eingreifen und die Erkrankung erträglicher gestalten. Doch man sollte sich nicht allein darauf verlassen sondern aktiv den Kreislauf von Schmerzen, sich zurück ziehen und die kaputten Gelenke schonen, eingreifen. Bewegung heißt das Zauberwort. Und wir haben auch wieder gemerkt, gemeinsam geht das viel besser.
So hat auch unser Wandertag viel Zuspruch gefunden. Wir hatten die Strecke so ausgewählt, dass jeder nach seinen Möglichkeiten teilnehmen konnte. Es gab eine längere Wanderstrecke für die ganz mutigen, eine etwas kürzere und wer sich mit dem Laufen schwer tat, konnte fast bis zu unserem Ziel fahren. In der Gaststätte "Waldfrieden" trafen sich dann alle. Leider ging auch dieser schöne Nachmittag viel zu schnell zu Ende. Alle waren sich einig, wir wandern wieder!

Mit unserem sehr versierten und überaus geduldigen Lehrer haben wir auch dieses Jahr unsere Schulungsstunden für die Arbeit mit dem Computer wieder durchgeführt. Und auch für 2012 haben wir bereits Termine festgelegt. Wir haben noch so viele Fragen, da kommen noch einige Lernstunden zusammen. Und in der Gruppe lernt es sich leichter und Spass macht es auch.
Unser Sorgenkind ist und bleibt das Funktionstraining. Unsere Wassergymnastik mit erfahrenen Pysiotherapeuten erfreut sich regen Zuspruchs. Viele unserer Mitglieder zahlen den Beitrag dafür mitlerweile selbst. Alle sind der Meinung, die Wassergymnastik hilt uns, macht den Alltag ein Stück weit leichter. Die Beweglichkeit der Gelenke verbessert sich und bleibt länger erhalten. Leider sehen dies die Krankenkassen nicht so. Folgerezepte für Funktionstraining werden nur in den seltensten Fällen noch genehmigt. Trotz aller Wiedrigkeiten bleiben wir am Ball, um für unsere Mitglieder das FT zu erhalten.
Von der Vorsitzenden für die Arbeit mit den Selbsthilfegruppen in Sonneberg, Frau Beyer, wird mehrmals im Jahr zu Arbeitsberatungen eingeladen. Auch von uns ist immer ein Leitungsmitglied anwesend. Probleme der SHGs werden zur Sprache gebracht und Hilfe bei deren Lösung angeboten. Es zeigt sich dabei immer wieder, welch hohen Stellenwert die ehrenamtliche Arbeit in den Selbsthilfegruppen darstellt. Wir haben noch gegenüber manch anderen Selbsthilfegruppen den großen Vorteil, dass wir über die Rheuma-Liga Thüringen organisiert sind. Nur dadurch ist es uns auch möglich, dass Mitglieder ohne Rezept für Funktionstraining trotzdem daran teilnehmen können.
Bei einem Waldspaziergang ist mir eine große Fichte aufgefallen. Sie biegt sich in ganzer Länge bis zur Erde. Aber sie bricht nicht und auch die Wurzeln halten fest. Ich habe es als Sinnbild für den Umgang mit unseren rheumatischen Erkrankungen gesehen. Auch wenn es manchmal sehr hart kommt und uns fast zu Boden drückt - wir haben Freude am Leben und bleiben Optimist! Hier das Foto dazu.
Ich wünsche uns allen ein gutes Jahr.


